Samstag, 3. Mai 2014

Ehemalige Flugfelder – Johannisthal und Tempelhof






So, heute stand mal wieder eine Tour mit dem Rad an. Bei Sonnenschein und zumindest 14°C macht das ganze wenigstens Spaß.
Los gings durch den südlichen Teil von Adlershof, das weniger Wohngebiet ist, dafür eher als Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort (va. Institutionen der Humboldt-Universität) bekannt ist.

Unweit davon liegt der jetzige Landschaftspark des ehemaligen Flugfeldes Johannisthal. 
„Einst wurden in Johannisthal Flugzeuge konstruiert – im frühen 20. Jahrhundert befand sich hier das europäische Zentrum für „Aviatik“, wie man die Luftfahrt früher nannte. Ernst Grade, Melli Beese, Anthony Fokker, die Gebrüder Wright und andere Pioniere dieser Zeit konzipierten und testeten hier innovative Flugzeuge. Nachdem die zivile Luftfahrt 1923 nach Tempelhof verlegt wurde, erhielt Johannisthal im Dritten Reich hauptsächlich eine Bedeutung als kriegsrelevante Werkstätte. Im Anschluss daran nutzte man das Areal bis in die 1980er Jahre hinein militärisch. Heute merkt man dem Landschaftspark seine Vergangenheit kaum noch an. Es landen keine Flugzeuge mehr – stattdessen besteht das Flug- und Bodenpersonal aus Schmetterlingen, Bienen, Pflanzen und vielen anderen schützenswerten Arten aus Flora und Fauna (…) In Steinmauern eingefasst bilden rund 26 Hektar des ehemaligen Flugfeldes das Naturschutzgebiet, den Kern des Parks. Rund um das Naturschutzgebiet führt ein teilweise erhöhter Wanderweg. Er ermöglicht einen Ausblick auf das grüne Gelände und unterrichtet mithilfe von Schautafeln über die Historie des Ortes und die Tier- und Pflanzenwelt“ 

Ehem. Flugfeld Johannisthal

 Nach der Querung über die Autobahn und den Neuköllner Schiffahrtskanal kann man diesen gemütlich entlangfahren.
Brücke über den Kanal, Rungiusstraße

Ankunft am ehemaligen Flugfeld Tempelhof – boah, so eine riesige freie Fläche mitten in der Stadt! Zweifelsohne ein beeindruckendes Erlebnis!

„Der Flughafen Berlin-Tempelhof war einer der ersten Verkehrsflughäfen Deutschlands und nahm 1923 den Linienverkehr auf. Er war bis zu seiner Schließung am 30. Oktober 2008 neben Berlin-Tegel und Berlin-Schönefeld einer von drei internationalen Verkehrsflughäfen im Großraum Berlin. Seit 2010 wird das ehemalige Flughafengelände vom Land Berlin und seinen Firmen mit dem Projektnamen Tempelhofer Freiheit bezeichnet und ist für die Öffentlichkeit zugänglich.“
Die geplante Bebauung der Randfelder der Areals ist derzeit ein heißes Thema
kleiner Aussichtsturm :)
kleine Stände sind sporadisch am Gelände verteilt
Ich kenn da jemanden der würd sich hier freuen... weit und breit keine Bäume ;)
Segway-Fahren, Inline-Skaten und Windskating waren ua. auch angesagt...

Mini-Golf. Warum nicht?

"Shaolin Tempel Berlin - Temelhofer Feld" haha, sehr minimalistisch :D
Picknick und Grillen sind angesagt
Sportart "Jugger" kennengelernt

Die Sportart Jugger ist in Berlin recht verbreitet hab ich mir sagen lassen. Wie gut dass ich das jetzt kenne. Naja, so ungefähr halt, die Regeln hab ich jedenfalls ungefähr erklärt bekommen: beide Mannchaften stehen  sich am Rand des Felder gegenüber, dann stürmen alle los und versuchen den Ball in der Mitte zu ergattern und ihn ins Tor auf der anderen Seite zu manövrieren. Nur ein Spieler je Mannschaft ist dazu berechtigt den Ball zu tragen. Die übrigen Spieler versuchen sich gegenseitig zu treffen (da gibts anscheinend Stäbe und Morgenstern-artig zu schwingende „Waffen“). Wer getroffen wird darf sich für eine bestimmte Zeit nicht fortbewegen und muss am Boden sitzend ausharren. Der Spieler muss dazu die Signale zählen die die ganze Zeit im 1,5 Sekunden-Takt ertönen, dann darf er irgendwann wieder aufstehen und mitspielen. Etwas nervig ist der sich ständig wiederholende Signalton aber mit der Zeit schon... naja
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Gemeinschaftsgarten Allmende-Kontor
Allmende = Gemeingut = Commons: Berliner Allmende-Kontor, Gemeinschaftsgarten und eine der größten Hochbeetanlagen der Welt auf dem stillgelegten Flughafenfeld Berlin-Tempelhof
Das Allmende-Kontor ist eine zivilgesellschaftliche Initiative, die sich für die Vernetzung von Berliner Gemeinschaftsgärten und Projekten der urbanen Landwirtschaft engagiert. 13 langjährig erfahrene und gut vernetzte GemeinschaftsgartenaktivistInnen, ForscherInnen und FreundInnen des urbanen Gärtnerns und der Landwirtschaft in der Stadt haben das Allmende-Kontor 2010 gegründet und wirken seit dem gemeinsam und kooperativ mit urbanen Gärten und Äckern, verschiedenen sozialen zivilgesellschaftlichen Initiativen, Stiftungen, mit der Wissenschaft und der Verwaltung in Berlin und bundesweit.


Am Beginn der 2km lange Start-/Landebahn. Abgehoben bin ich dann doch nicht. ;)
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Dann gehts mal ab nach Hause… mit einer kleinen Pause am Lausitzer Platz. Die Spatzen waren genz schön frech, grad dass mir einer nicht auf meinem Teller gelandet ist!
am Lausitzer Platz
Die evangelische Taborkirche... in der *surprise* Taborstraße


An der Puschkinallee gehts durch den Treptower Park
Huch, wo bin ich denn da gelandet? Na schauen wir mal wo wir hinkommen... hier war jedenfalls das Güldenhofer Ufer
Friedhof Baumschulenweg an der Kiefholzstraße
Puuh, das war eine lange Tour heute. Da hab ich ordentlich Farbe im Gesicht bekommen... und ich hab mich nicht mal wirklich verfahren, es wird besser! :)

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